Donnerstag, 2. April 2015

Eintrag #17 - Kosten(in)transparenz

Vor nicht all zu langer Zeit wurden uns die Mehr- und Minderleistungen entsprechend unseres Projektes in der sog. ersten Nachverpreisung kalkuliert. Abgesehen von der Tatsache, dass Rostow einen geschlagenen Monat (!!!) gebraucht hat, uns eine fehlerfreie Kalkulation zur Verfügung zu stellen, sorgt der dort ausgewiesene Aufpreis für die Alu-Rollläden im EG für Kopfschütteln.

Kurz zur Erinnerung:
Im Standardleistungsumfang unseres Hauses sind entweder ein Kaminschornstein oder Kunststoffrollläden im EG enthalten. Nachdem wir uns gegen den Kamin entschieden hatten, fiel die Wahl also auf die Rollläden, welche im Standard jedoch nur aus Kunststoff sind. Da ab einer Fensterbreite von ca. 1,4m jedoch Kunstoff zu instabil sei, müssten wir auf Aluminium umsteigen, was einen Aufpreis zur Folge hat. Laut ein Auskunft von Rostow (per Mail im Dezember 2014) ist der Aufpreis nach Breite gestaffelt:

Zitat:
"In dem Paket sind 8 Kunststoffrollläden oder der Kaminschornstein vorgesehen..., wir können diese aber gegen Aufpreis gg. Alu-Rollläden ersetzen..., macht auf jeden Fall Sinn 
Aufpreis bei Rollläden bis 1,35 m Breite:  60,00 €, bis 1,51 m Breite: 140,00 €..., darüber hinaus geht sowieso nur Alu wg. der Breite."
Zitat Ende

Wenn man nun einen Blick in unsere Nachverpreisung wirft, dann wird dort für die insgesamt nur 6 notwendigen Rollläden (der Erker bekommt keine) ein Aufpreis von insgesamt 2350€ kalkuliert. Dabei handelt es sich um 2 Rollläden <1,35m, 3 Rollläden mit 1,51m und einen mit 2,01m Breite. Wenn man dies nun mit den Aufpreisen aus der Mail von Rostow vergleicht, so ist nicht nachvollziehbar, wo die Summe von 2350€ herkommen soll. Ich komme da auf 550€ zzgl. dem Aufpreis für das 2,01m-Fenster. Es fällt mir schwer zu glauben, dass dieser 1800€ kosten soll. Und dabei ist noch nicht mal berücksichtigt, dass wir statt den eigentlich enthaltenen 8 nur 6 Rolläden benötigen und diese aus Kunststoff eigentlich inklusive sein sollten.

Leider ist mir diese Diskrepanz erst beim Durchstöbern älterer Mails aufgefallen, nachdem wir die Nachverpreisung unterzeichnet hatten. Ich habe den Vertrieb von Rostow damit konfrontiert, allerdings mit ernüchterndem Ergebnis. Es hieß dann plötzlich, dass wir ja für unser Vorhaben alle Fenster verbreitert hätten und deshalb ein solch hoher Aufpreis zustande komme. Dies ist nicht korrekt, bis auf 2 Fenster haben alle anderen die Maße, wie sie im Bauvertrag per Zeichnung auch dokumentiert wurden. Obwohl wenig Hoffnung besteht, hier noch eine nachträgliche Gutschrift zu erhalten, werde ich den Vertrieb von Rostow trotzdem bei Gelegenheit persönlich zu dieser Sache zur Rede stellen. 



Allgemein ist zu sagen, dass Rostow gerade beim Thema Mehr- und Minderleistung stellenweise absolute Intransparenz bei der Preisgestaltung walten lässt und bei genauer Nachfrage "mauert". Es bleibt nur, jedem Interessenten für die Zukunft zu raten, immer alle Berechnungen auch mit alten Informationen abzugleichen, um nicht in eine ähnliche Falle zu laufen. 

Es mag durchaus legitim sein, dass man über die Aufpreise für Extras Geld verdient, dagegen ist prinzipiell ja auch nichts einzuwenden. Eine gewisse Transparenz kann jedoch nicht zuviel verlangt sein, wenn man für sein Traumhaus ein hohes finanzielles Risiko eingeht. 

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